Glossar Musik und Klang

Akkord
[der; französisch]
Der Zusammenklang von mindestens drei Tönen (zwei Töne ergeben ein Intervall).


Akustik

Die Lehre vom Schall; die Akustik ist ein Teilgebiet der Mechanik. Untersucht werden die physikalischen und physiologischen (aber auch die psychologischen) Vorgänge bei der Entstehung bzw. beim Wahrnehmen von Klang und die Ausbreitung der Schallwellen in Luft und anderen Stoffen.

Audiovisuell
Die Verbindung von auditiven und visuellen Informationen. Das Gehör und Sehvermögen betreffend.

Auditiv
Das Hören betreffend.

Geräusch
Gehörsempfindung ohne eindeutig bestimmbare Tonhöhe.

Klang
Periodische Schwingungen elastischer Körper erbringen einen Gehörseindruck (Der Gegensatz zu Klang ist das Geräusch, erzeugt durch unregelmäßige Schwingungen). Der Klang setzt sich aus mehreren Tönen zusammen (Obertöne).
Die Zahl der Einzelschwingungen bestimmt die Klanghöhe und die Konstanz des Klangs ist von der Gleichmäßigkeit der Schwingungen abhängig. Die Klangfarbe (Timbre) ist durch die Schwingungen erzeugende Klangquelle (Gesang, Instrument) beeinflusst. Die Klangstärke hängt von der Schwingungsweite (Amplitude) ab.

Klangfarbe (Timbre)
Lautstärke, Tonhöhe und Klangfarbe sind die menschlichen Primärempfindungen bei der Wahrnehmung von akustischen Ereignissen. Sie ermöglichen also die Unterscheidungsfähigkeit zwischen zwei gleich lauten und gleich hohen Schallsignalen. Die Klangfarbe besitzt im Gegensatz zu Melodien, Akkordfolgen oder Rhythmen zunächst noch über keine bewusst gestalteten Strukturen (rationale Ebene im Wahrnehmungsprozess), daher wird sie unbewusst, unmittelbar und direkt wahrgenommen und erlebt. Die Klangfarbe wirkt vor allem auf emotionaler Ebene

Musik (Sound)
Nach heutigem Sprachgebrauch gilt jede klanglich gestaltete Ausdrucksform im weitesten Sinne als Musik. Musikalische Klassifikationen, definiert nach Zweck (Filmmusik, Tanzmusik), Aufführung (Konzertmusik, Hausmusik), Besetzung (Gitarrenmusik, Vokalmusik) oder Kompositorik und Technik (Zwölftonmusik, elektronische Musik) machen die verschiedenen Ausprägungen von Musik einerseits deutlich, lassen sich andererseits jedoch nicht auf ein übergeordnetes theoretisches System beziehen. Auch die Unterscheidung zwischen sogenannter E-Musik und U-Musik ist eher unbrauchbar (Grundlegende veränderte Auffassung von Musikästhetik im 20. Jahrhundert).

Musik-Genre
Definiert unterschiedliche Musikstile bezüglich ihrer Herkunft, Ausprägung, Instrumentierung und Verbreitung (z. B. Klassik, Elektronische Musik, Rock, Pop etc.).

Partitur (Score)
Eine Partitur (ital. partitura “Einteilung”) ist eine untereinander angeordnete Zusammenstellung aller Einzelstimmen einer Komposition oder eines Arrangements, so dass ein Dirigent das musikalische Geschehen auf einen Blick überschauen kann. Partituren werden auch verwendet, um Musik reproduzierbar aufzubewahren.

Psychoakustik
Teilgebiet der Psychophysik. Beschreibung der menschlichen Empfindung vom Schall (Hörereignis) und dessen physikalischen Schallfeldgrößen (Schallereignis).

Rhythmus
Ordnungs- und Gestaltungsprinzip des zeitlichen Ablaufs in Musik, Tanz und Dichtung.

Tongeschlecht Dur
[lateinisch durus, „hart“]
Bezeichnung eines Tongeschlechts, das alle Tonarten umfasst, deren Tonleitersystem neben 5 Ganztonschritten 2 Halbtonschritte aufweist, und zwar von der 3. zur 4. und von der 7. zur 8. Stufe. Der Dur-Dreiklang besteht aus Grundton, großer Terz und reiner Quinte.

Tongeschlecht Moll
[lateinisch mollis, „weich“]
Das „weiche“ Tongeschlecht, dessen Dreiklang aus kleiner Terz und reiner Quint aufgebaut ist (z. B. c-es-g). Im 16. Jahrhundert bildete sich aus der äolischen, dorischen und phrygischen Kirchentonleiter das Moll im heute gebräuchlichen Sinn.

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