Lagler, Antonia (2008).

Audio Branding unter besonderer Berücksichtigung von Musik in der Fernsehwerbung. Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät Uni Wien.

Abstrakt:
Die gegenständliche Arbeit befasst sich mit dem Phänomen des Audio Branding, also dem Prozess der akustischen Markenbildung. Im breiten Themenfeld des Audio Branding liegt der Fokus dabei auf Musik in der Werbung und hier wiederum speziell im Bereich Fernsehwerbemusik. Neben der wissenschaftlichen Aufbereitung des Themas war vor allem die Frage der Präsenz und Relevanz der vorhandenen theoretischen Erkenntnisse für die Werbepraxis zentrales Interesse dieser Arbeit. In einem ersten allgemeinen theoretischen Teil wird das Thema Werbemusik aus musikwissenschaftlicher und kommunikationswissenschaftlicher Perspektive beleuchtet. Werbepsychologische Erklärungsmodelle fanden dabei ebenso Berücksichtigung wie musiksoziologische Theorien und Grundlagen der Verarbeitung musikalischer Stimuli. Aufbauend auf diesen Voraussetzungen widmet sich ein weiterer großer Teil der Arbeit dem Phänomen Audio Branding als Teil der Corporate Identity von Unternehmen. Anschließend an eine Definition der wichtigsten Begrifflichkeiten wird Werbemusik als Teilbereich des Audio Branding eingeordnet und im Detail beschrieben. Ihre Herkunft, ihre Wirkungsorte, Nutzungs- und Gestaltungsformen und der Prozess der Entstehung vom Auftrag bis hin zum fertigen Werk sind Gegenstand dieses Arbeitsteils. Im Zentrum der empirischen Untersuchung, die in Form eines leitfadengestützten Experteninterviews angelegt wurde, stand vor allem die vorhandene Kluft zwischen Theorie und Praxis im Bereich Werbemusik. Während Audio Branding immer häufiger Thema wissenschaftlicher Arbeiten und Untersuchungen ist, ist sie in der Werbepraxis nach wie vor ein Stiefkind. Basierend auf den theoretischen Grundlagen der ersten Arbeitsteile wurden im Rahmen der Untersuchung die Gründe und Motive dafür erforscht und analysiert.

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